Zur European Bowhunter Championship


Basislager am Putterersee - Silber und Bronze für den BSVO bei der European Bowhunter Championship auf der Planneralm

Dann endlich die lang ersehnte Abfahrt, Auto vollgepackt, und ab auf die Autobahn. A2 nach Süden, dann über den Semmering nach Leoben, bei St. Michael Richtung Liezen und von dort nur noch ein paar Kilometer zum Putterersee. Platz klar machen Zelt aufstellen und einen Zeltplatz für die restliche Mannschaft reservieren.
Chefe
Im Ennstal gelegen – und nicht für jedermann sofort zu finden – existiert ein kleiner Moorsee – der Putterersee. Wie wir bereits bei unserer ersten Expedition feststellen konnten, wartet das Nordufer dieses Sees mit einem kleinen, aber exquisiten Campingplatz auf. In den Vorbereitungen zur diesjährigen Expedition waren wir uns einig, dass wir diesen Campingplatz zum Basislager für die EBHC 04 verwenden würden.
Nachdem wir also wieder einigermaßen ausgenüchtert Luis und seine Mortantscher Kellerratten verlassen hatten, führte uns die Landstraße genau an diesen See. Praktischer Weise (böse Zungen behaupten ja, wir hätten dies mit Absicht so getimed), war der Rest unserer EBHC-Teilnehmer vor uns angekommen und so durften wir uns bereits über stehende Zelte freuen.
Es dauert nicht lange und das restliche Team erscheint mit dröhnenden Motoren. Was folgt sind lange Erzählungen über die Anreise die ja das Team mit einer Zwischenstation in Weiz bei den Kellerratten verbrachte. Wir freuen uns über die nette aufnahme am Campingplatz und genießen ein gutes Bier. Müde aber voller Erwartung legen wir uns in die Zelte, ans einschlafen ist aber noch lange nicht zu denken, den die EM ist in unseren Köpfen und die hält uns noch lange wach.
Chefe
Schon nach kurzer Zeit stellten wir fest, dass auch der Europameister der letzten EBHC auf denselben Gedanken gekommen war – und sich als unser Nachbar auf demselben Campingplatz eingemietet hatte. Kaum angekommen, rief uns der Berg – und unsere Motoren röhrten zurück. Schließlich wollten wir ja noch die Anmeldeformalitäten hinter uns bringen. Check In und Materialkontrolle waren dank der ausgezeichneten Organisation vor Ort schnell erledigt, und wir stürzten uns in das gesellige Treiben. Schnell stellten wir fest, dass unsere Entscheidung im Tal zu nächtigen goldrichtig war – schliefen die Camper auf der Planneralm doch recht feucht oder steinhart – auf alle Fälle schweinekalt. Wir wollen über die EBHC an dieser Stelle keine weiteren Bewertungen oder Berichte abgeben – dies geschah an berufenerer Stelle in mehr als ausreichendem Maße – wohl aber scheint es uns wichtig zu erwähnen, dass ein Moorbad am freien Tag in der Mitte der Woche dem EBHC-geschundenen Körpern unserer traditionellen Schützen sehr wohlgetan hat. Highlights für uns waren mit Sicherheit (neben der EBHC) auch die ausgiebigen Fressgelage am Abend (wir wussten bis zu dieser EM nicht, dass ein Motorrad sich hervorragend als Packesel eignet), die nette Bewirtung in der Campingplatzkantine und natürlich das wunderschöne Wetter am freien Tag. Die Expedition 04 endete wie sie begann, bei strömendem Regen der uns jedoch nicht davon abhalten wird, auch 2005 wieder in den Sattel zu steigen und zum Wohle aller Leser dieser Seiten die Bogenplätze Österreichs zu erkunden. Die Expedition 2004 war mit Sicherheit in Sachen Erkundung deutlich weniger ergiebig als jene im Jahr zuvor, aber wann hat man schon einmal die Gelegenheit, auf einer EM mitzuschießen.
Die Ausbeute war auch nicht übel fuhren wir doch mit einer goldenen und einer bronzenen Medaille wieder in Richtung Heimat.






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