Wieder zurück bei der Hütte übten wir uns im Aufzäumen unserer Benzinpferde. Was wir zu Hause in Stunden aufmontiert hatten, wollte nun in kurzer Zeit wieder auf die Gepäckträger verteilt werden.
Günther vom Bogensport-Verein Helfenberg kam noch auf einen Sprung vorbei und amüsierte sich königlich über unsere isometrischen Übungen mit den vielen Gummispannern.
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Wider Erwarten gelang die Aktion in akzeptabler Zeit und wir machten uns auf den Weg īgen Süden Richtung Planneralm. |
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Gerhard nützte die ersten ernsthaften Kurven und Serpentinen unserer Tour um zu zeigen, dass man diese anders fährt, als wir ungeübten Flachlandcowboys es bisher getan hatten. Nach zwei Kurven hörten wir nur noch den Motor seines Feuerpferdchens schreien - zu sehen bekamen wir ihn erst wieder am Ziel.
Pünktlich um 16:00 Uhr stellten wir die Bikes vor unserem Quartier auf der Planneralm ab und wurden vom Hausherrn Heinz Lackner persönlich in Empfang genommen. Schnell war das Zimmer bezogen und - nachdem der himmlische Klempner seine Sache scheinbar gut gemacht hatte - es goß nicht mehr -, beschlossen wir, den Parcours noch an diesem Spätnachmittag kurz anzutesten. Wir schafften die Hälfte der Ziele bevor wir in der hereinbrechenden Dämmerung umkehrten. Das Abendmahl wurde durch stramme Haltung ersetzt und wir sanken in einen friedlichen Schlummer.
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Ein vorsichtiger Blick nach dem Wetter im Morgengrauen zeigt uns: kein Regen. Wir springen in die Bergschuhe und eilen ins Freie. Heute wollen wir sehen, wie sichīs im Gebirge schiesst. |
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Es geht durch lichten Bergwald mit Wetter-zerzausten Fichten, über zerklüftete Bachläufe mit kristallklarem Gebirgswasser, ein Hochmoor und weich federnde Almwiesen, die jeden Schritt verschlucken.
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In 3-4 Stunden sollte auch der ungeübteste Großstadtindianer den Parcours bewältigt haben. Es ist einfach wunderschön, interessant und abwechslungsreich. Im Hochmoor liegen Leiterstege auf dem Moos, damit wir die Vegetation nicht achtlos zertrampeln. In den steileren Passagen hat Heinz Lackner meist Steinplatten verlegt, so daß man bequemer und ohne Rutsch-Gefahr gehen kann.
Aufpassen muss man nur auf frei umherlaufende Touristen, die unbedingt ausprobieren wollen wie es ist, gegen die Schussrichtung auf einem Bogensport Parcours herumzuspazieren. An der Beschilderung liegt es sicher nicht! Aufgrund der Schusspositionen ist aber auch dies kein Problem, die Ziele sind immer gut einsehbar und weit seitlich vom Weg.
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Dieser Tag sah bereits ein deutlich besseres Trefferergebnis - der Jagdinstinkt war erwacht. Und dies trotz der von uns gefürchteten steilen bergauf- bzw. bergab Schüsse, welche zu üben wir in Orth mit einer maximalen Erhöhung des Geländes von 5 Metern keine Gelegenheit haben.
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Auch unser Fabeltier, das weiße Zwei-Horn, treffen wir wieder. Es ist gut genährt, die Sommerfrische auf der Planner-Alm scheint ihm gut zu bekommen.
Wir legen uns auch ein bischen faul auf den weichen Almboden mit den Büscheln von weißem Wollgras, die im Wind nicken. Hier istīs gut sein, auf der Planner-Alm, da kommen wir wieder!
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| Ort | Planneralm |
| Verein | BSV Ennstal |
| Homepage | www.bogenschiessen.at/ |
| Ansprechpartner | Heinz Lackner |
| Tel: | 03683/8175 |
| lackner@planneralm.at | |
| Anfahrt beschildert? | teilweise |
| Anfahrtsplan im Internetz | ja |
| GPS-Koordinaten (WGS64 Format) |
47°24'22"N 14°11'96"E |
| Verpflegung/Infrastruktur | Jugend- u. Familiengästehaus Lackner mit Ewi's Hütte |
| Einschiessplatz? | ja |
| Anzahl und Zustand der Scheiben/3D Ziele | 30 3D Ziele in gutem Zustand |
| 3D oder Bilder | 3D |
| Kosten | Erwachsene 10 Euro, Kinder 5 Euro |
| Schwierigkeit? Hunde/Kinder... | Die Steige sind sehr gut präpariert. Es gibt ein paar steilere Passagen, meist mit Steinplatten treppenförmig befestigt. Der Weg durch das Hochmoor ist aufwändig mit Holz-Rosten versehen. Gute, wasserdichte Schuhe sind wichtig, an fliessendem Wasser ist auf der Planneralm kein Mangel. |
| Beschilderung des Parcours | Gut beschildert, Abschuß-Pflöcke, Nummern. |
| Attraktivität des Parcours | Erlebnisreicher Rundgang durch lichten Bergwald und Hochmoor |
| Gehzeit: | ca 3 Stunden |
| Distanzen/Abschuß | Distanzen recht variabel, einige Weitschüsse |
| Seehöhe von bis | um 1600 bis 1700 m |
| Sicherheit | ok |
| Winterbetrieb | Nein, im Winter können wir auf der Planneralm Schi fahren und rodeln. Der 3D-Parcour ist von Mitte Juni bis Oktober in Betrieb. |
| Pfeil-Verlust/Bruch | Verschossene Pfeile können im Moor spurlos verschwinden. Pfeilbruch durch Steine im Rahmen des Üblichen. |
| Flora/Fauna | Massenhaft Heidelbeeren. |
| Camping | Im Gebirge? Nehmen Sie ein Zimmer! |