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An einem Freitag Mittag im Juli besteigen drei Männer ihre Motorräder, starten die Motoren, nicken sich zu, und fädeln sich in den Verkehrs-Strom Richtung Westen ein. Bald haben sie die Autobahn erreicht.
Die Kolben der Motoren verrichten ihre kraftspendende Arbeit wie von den Konstrukteuren vorgesehen. Der Mitteldruck in den Brennräumen entspricht exakt den von der Drehzahl, den Öffnungs- und Schließbewegungen der Ventile und der
Drosselklappenstellung in den Vergasern vorgegebenen Verhältnissen. Öl- und Wassertemperatur haben die üblichen Normalwerte, die Generatorleistung deckt genau den Bedarf der elektrischen Verbraucher.
Das sind ganz alltägliche Vorgänge, und man würde auch gar keine Besonderheit in dem Geschehen erkennen; trotzdem richtet sich unsere Aufmerksamkeit auf die Drei, denn wir wissen, es ist das BSVO Expeditions-Team das da unterwegs ist, auf seiner ersten Etappe von Wien nach Helfenberg.
Ruhig ziehen die Maschinen ihre Bahn. Aus dem Schatten baumbestandener Niederungen fliegen sie über sonnenüberflutete Kuppen, tauchen unter
Brücken durch. Bald vereinigen sie sich mit Gruppen anderer Fahrzeuge zu träger
fließenden Inseln im Fluß des Nachmittags-Verkehrs, lösen sich erfrischt wieder aus dem Verbund und fahren weiter mit der ihnen eigenen Melodie und dem eigenen
Rhythmus.
Linz ist erreicht, unser drei Freunde wenden sich nach Norden.
Nun geht es durch das Hügelland aufwärts.
Über den Bergrücken verdichten sich die Wolken zu schwärzlich-grauen Ballen. Erfrischend kurze Regenschauer vertreiben die Gleichförmigkeit der Autobahnfahrt.
In Helfenberg scheint wieder die Sonne, Dampf steigt vom nassen Asphalt auf. Unsere drei Reisenden
begeben sich schnurstracks ins Cafe Lummerstorfer.
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Bei Kaffe und Kuchen freuen sie sich über den problemlosen Verlauf der Anfahrt. Alfred vom BSV Helfenberg ist eigens herbeigeeilt, um die Expedition des BSVO zu empfangen. |
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Das erste Mal auf dieser Reise werden die Zelte aufgestellt. Nach einer ersten Besichtigung des Parcours in der beginnenden Dämmerung beschliesst man, die verloren-gegangenen Pfeile erst morgen bei Tageslicht zu suchen.
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Am frühen Morgen rollen wir uns schlaftrunken aus den Schlafsäcken und werden beim Verlassen des Zeltes brutal aus unserem Dämmerzustand gerissen: der Regen, welcher uns am Abend zuvor in den Schlaf getrommelt hat, bildet einen hübschen kleinen See auf unserer Unterlagsplane, die wir zum Schutz des Zeltunterbodens ausgebreitet haben.
Wir sind vom Wasser eingeschlossen, auf einer Insel gewissermassen, und kein Boot weit und breit!
Hat da jemand gekichert?
Na gut, dann müssen eben die Boots herhalten, ein energischer Tritt mit dem Stiefel auf den hochgewölbten Rand der Plane lässt das Wasser abfliessen und der Rest der Mannschaft kann das Zelt trockenen Fußes verlassen.
Nun ja - diese Plane wurde bei allen weiteren Einsätzen so gefaltet, dass sie zur Gänze unter dem Zelt verschwand - und siehe da - keinerlei Morgenbäder mehr in der Apsis des Zeltes.
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Nach diesem Schock am Morgen begeben wir uns in die äußerst solide gebaute Vereinshütte, welche wohl auch einem Sibirischen Winter trotzen würde.
Solcherart vor den Unbillen des Wetters geschützt, geniessen wir ein kräftiges Frühstück, Speck und Brot und dazu einen superguten Espresso
(Rösterei: www.altwien.at) aus einer Espressomaschine nach dem Vulkan-Prinzip (Man mache Feuer unter der Kanne und alsobald ergiesst sich der Kaffee, flüssiger Lava gleich, in die Tassen). |
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Wenn man im Ortsnamen Helfenberg das "H" weglässt, so bleibt Elfenberg, oder Elfen-Berg übrig. Elfen sind ja bekanntlich mythische Fabelwesen, die Gutes tun, oder die Menschen auch zum Narren halten können. In unserer aufgeklärten Zeit glaubt man freilich nicht mehr an Märchengestalten. Vielleicht gibt´s in Helfenberg doch noch Elfen, wer weiß.
Der Parcour liegt im Hügelland bei Helfenberg.
Ausgangspunkt ist die Vereinshütte des BSV Helfenberg. Die Hütte ist sehr solide gebaut und bietet auch im Winter Schutz und Wärme. Es gibt einen Sparherd, vor dem Haus fliesst frisches Wasser. Ein Schaukasten informiert über den Parcour-Verlauf, die Benutzungs-Regeln und die Sicherheits-Bestimmungen.
Wir machen uns auf den Weg. Das erste 3D-Tier ist eine Riesenschlange, und schlangengleich windet sich auch der Weg durch den lichten Mischwald. Der Parcour ist recht leicht zu gehen, auch mit Kindern.
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Die Entfernungen sind durchwegs jagdlich kurz gesteckt. Was nicht heißen soll, dass man zuverlässig trifft. Die Helfenberger Parcour-Bauer haben schon ein paar Überraschungen eingebaut. So manches mal verschätzen wir uns ganz ordentlich in der Entfernung. Oder haben doch die Elfen ihre Hand im Spiel? Bei dem Rehlein unter dem Hollerstrauch mag ich fast an höhere Mächte glauben: Getroffen habe ich nichts, und die Pfeile waren (und blieben) verschwunden.
Ein Stück des Weges entlang am Wiesen-Rain entdecken wir dann ein leibhaftiges Fabelwesen:
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In unschuldigem Weiß bietet es dir seine Flanke und wenn Du dann deinen Pfeil ziehst, meinst du, ein wehmütiges Seufzen zu hören. |
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| Ort | Helfenberg |
| Verein | BSV Helfenberg |
| Homepage | Bogensportverein Helfenberg |
| Ansprechpartner | Günther Kitzmüller |
| Tel: | 07216 / 4071 |
| office@bogensport-helfenberg.at | |
| Anfahrt beschildert? | nein |
| GPS-Koordinaten (WGS64 Format) |
48°32'94"N 14°06'97"E |
| Anfahrtsplan im Internetz | ja |
| Verpflegung/Infrastruktur | Vereinshütte mit Sparherd, Getränke, Zelten nach Vereinbarung möglich, frisches Quellwasser, Info-Kasten sogar mit Score-Zetteln |
| Anzahl und Zustand der Scheiben/3D Ziele | 19 3D Ziele in gutem Zustand |
| 3D oder Bilder | 3D |
| Kosten | 7 Euro/Tag |
| Schwierigkeit? Hunde/Kinder... | Leicht zu gehen, auch für ältere Schützen. Man befindet sich immer in der Nähe der Hütte. Das ist sehr praktisch, wenn es zu regnen beginnt. |
| Beschilderung des Parcours | In Ordnung, im Schaukasten hängt ein Orientierungs-Plan. Abschuß-Pflöcke, Nummern. |
| Attraktivität des Parcours | Angenehm zu gehen, gar nicht so leicht zu schiessen. Es geht durch aufgelockerten Mischwald, Wiesenrain und jungen Fichtenbestand. |
| Gehzeit: | ca 1 Stunde 15 Minuten (zu Dritt) |
| Distanzen/Abschuß | Jagdliche Distanzen, maximal 40 Meter |
| Seehöhe von bis | um 600 m |
| Sicherheit | ok |
| Winterbetrieb | ja, die Vereinshütte ist excellent isoliert |
| Pfeil-Verlust/Bruch | mäßig Verlust und Bruch-Gefahr. Der Steinbock steht vor Felskippen - wo denn sonst. |
| Flora/Fauna | Himbeeren, Erdbeeren, Roter Holler |
| Camping | Nach Vereinbarung |
| Bogensport-Material | Traditioneller Bogensport Anton Tomann |